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Auszug aus der Walsroder Zeitung vom 13. Februar 2012
"Positiv denken und positiv sprechen"
Es fällt schwer, sich daran zu gewöhnen. Seit auch der Edeka-Markt "Neukauf" direkt am Bürgerhof in Bad Fallingbostels Ortszentrum geschlossen ist, wird der Blick ins vewaiste Innere leerstehender Geschäfte noch mehr zur täglichen Mahnung. Doch es tut sich was: Knapp vier Wochen nach dem Start von Zukunftskonferenzen laden Stadt und ARGE zur nächsten Zusammenkunft ein: Am Donnerstag, 8. März, um 18:30 Uhr im Ratssaal. "Es gibt Leerstand in Bad Fallingbostel", weiß ARGE-Vorstizender Yil Ohlendorf. "Doch die Devise muss jetzt heißen: Positiv denken und positiv sprechen." Um auch konkret zu handeln, starten am 8. März drei Arbeitsgruppen damit, Ideen für die Zukunft zu entwickeln.
Bad Fallingbostel (ei). „Es bewegt sich was“, freut sich Ohlendorf. In Bad Fallingbostel sei „Aufbruchstimmung“ erkennbar. Jetzt gilt es, gemeinsam zu agieren und Lösungen zu finden. „Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht“, appelliert Ohlendorf an die Bevölkerung, für ihren Lebensmittelpunkt Bad Fallingbostel mit anzupacken.
Eine konkrete Möglichkeit besteht darin, sich an den neu gegründeten Arbeitsgruppen zu beteiligen. Das Interesse daran war bereits bei der Auftaktveranstaltung am 18. Januar groß. In dreieinhalb Wochen soll die Arbeit beginnen. Zur Auswahl stehen die Gruppen Marketing/Werbung, Infrastruktur/ Gebäude/Fassaden sowie Tourismus/Neue Unternehmen. Anmeldungen dafür nimmt die ARGE entgegen.
Ziel der Zukunftskonferenzen ist es, sich an einem „ganzheitlichen Konzept“ für die Kreisstadt zu beteiligen. Im „Paket“ wollen die Bad Fallingbosteler in diesem Jahr Weichen stellen. Die Liste der Stichworte reicht von Straßenverkehr über Innenstadt- Gestaltung bis hin zu Einzelhandel und Infrastruktur.
„Die ARGE versteht sich als neutrale Plattform“, beschreibt der Vorsitzende Yil Ohlendorf die Organisation. "Bei uns soll und kann sich jeder wiederfinden – unabhängig von jeder politischen Couleur." Die Diskussion über die Zukunft von Bad Fallingbostel könne man "nicht politisch links oder rechts" führen.
Längst hat sich die ARGE für alle Bürger geöffnet, nicht nur für Handel und Dienstleistung (nicht-gewerbliche Mitglieder zahlen einen Euro Beitrag im Monat). Auch dahinter steckt die Absicht, möglichst viele Menschen ins Boot zu holen. Das gilt für planerische Aktivitäten ebenso wie für die ehrenamtliche Mithilfe bei Veranstaltungen. Ob Entenrennen (17. Juni), das die ARGE mit dem Verkehrsverein übernimmt, Seifenkisten- Rennen (1./2. September) oder Weihnachtsmarkt: „Wir können nicht alles alleine machen“, betont Ohlendorf. Und Schriftführer Rolf Dolle ergänzt: „Wir können auch nicht jeden persönlich ansprechen – bitte einfach bei uns melden!“
In manchen Bereichen steht die ARGE noch ganz am Anfang. Wie sich interessante Anbieter für eine Ansiedlung im Stadtkern gewinnen lassen gilt es ebenso zu klären wie die Frage nach dem Bad Fallingbosteler Leitbild. Klar ist: Vieles lasse sich „durch Kleinigkeiten“ verbessern: Etwas Farbe, neue Schilder, ansprechende Lampen, optisch interessante Schaufenster sind Beispiele.
Konkret passiert auch dies: Die Oberschule wird Umfragen durchführen, um Wünsche und Anregungen zu sammeln. Bei der Haushaltsverabschiedung durch den Stadtrat am kommenden Montag wird aller Voraussicht nach der Ansatz für „Innenstadt-Entwicklung 2012“ spürbar angehoben. Und: Wissen der K.G.I. (Gesellschaft für Konzeptionierung und Entwicklung von Gewerbeimmobilien), die im Auftrag privater Gebäudeeigentümer arbeitet, will die ARGE möglichst nutzen. Gespräche dazu wird es noch geben. |